DiP-Tres2Cera: Wertvolle Medizinprodukte aus Apfelresten

Was beim Pressen von Äpfeln übrig bleibt, stellt die Basis für innovative Gesundheitsprodukte dar. Das Projekt DiP-Tres2Cera entwickelt umweltfreundliche Verfahren, um aus Apfeltrester wertvolle Ceramide zu gewinnen und diese zu neuen Impfstoff-Adjuvantien und Hautschutzprodukten zu veredeln.

Am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie und Partnern in Halle entsteht eine Technologieplattform, die künstliche Intelligenz und Enzymtechnologie kombiniert, um die gewünschten Ceramide zu identifizieren und gezielt biotechnologisch und chemisch umzuwandeln. So entstehen hochwertige, vegane Alternativen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie.

Neben der wirtschaftlichen Verwertung steht auch die Nachhaltigkeit besonders im Fokus: Die Reststoffe stammen aus regionalen Obstbetrieben, die Extraktion und Veredelung erfolgt umweltschonend. Marktanalysen und industrielle Partnerschaften begleiten die Entwicklung, um die Ceramid-Produktion in den industriellen Maßstab zu überführen.

DiP-Tres2Cera zeigt, wie sich Bioökonomie und Digitalisierung lokal verbinden, um neue Märkte zu erschließen und Sachsen-Anhalt als Standort für nachhaltige biotechnologische Transformationsprozesse zu stärken.

Vorteile

  • Nachhaltige Reststoffverwertung
  • Regionale Wertschöpfung
  • vegane Impfstoff-Adjuvantien
  • Digitalisierung in der Analyse

Anwendungsbereiche

  • Kosmetik & Hautschutz
  • Pharma & Impfstoffe
  • Kreislaufwirtschaft

Letzte Änderung: 15.01.2026 -
Ansprechpartner: Michael Kauert