Know before you treat – Tumormodelle aus Blut

Hintergrund: Viele Krebsmedikamente scheitern erst in klinischen Studien, weil herkömmliche Labormodelle die Tumoren einzelner
Patienten nur unzureichend abbilden.
Zudem können besonders widerstandsfähige Tumorzellen dazu führen, dass eine Erkrankung nach zunächst erfolgreicher Therapie erneut auftritt.
Unser Ansatz: In der Abteilung Molekulare und Experimentelle Chirurgie der Universitätsmedizin Magdeburg haben wir ein neuartiges Verfahren entwickelt, mit dem sich patientenspezifische Tumormodelle aus frischen Blut- und Gewebeproben herstellen lassen.
Kern der Technologie ist die Langzeitkultivierung zirkulierender Tumorzellen (CTCs) aus dem Blut, ergänzt durch Tumororganoide aus Gewebe. An diesen Modellen können Wirkstoffe getestet werden, bevor sie Patienten erreichen.
Nutzen: Die Technologie liefert realitätsnahe, patientenspezifische Testmodelle für die präklinische Wirkstoffentwicklung und kann so dazu beitragen, Fehlschläge in klinischen Studien zu reduzieren. Langfristig soll sie auch die personalisierte Therapieauswahl unterstützen.
Die Weiterentwicklung der Technologie wurde vom Land Sachsen-Anhalt zur Förderung im Programm ego.-Gründungstransfer ausgewählt.
