Komplementäre Führung in der Praxis
Wie hoch der Automatisierungsgrad auch sein mag, der Produktionsbetrieb wird letztlich immer durch Menschen gestaltet und umgesetzt. Deshalb ist und bleibt Führung der entscheidende industrielle Erfolgsfaktor – auch und gerade in Krisen- und Transformationszeiten. Eine flächendeckend hohe Führungsqualität ist nur durch betriebliche Führungsgrundsätze und eine darauf aufbauende systematische Führungskräfteentwicklung zu erreichen. Das Modell der Komplementären Führung bietet eine optimale theoretische Grundlage dafür, unabhängig davon, ob sie aufwändig oder schlank umgesetzt werden. Mit seinen drei Modellelementen beschreibt es die hierfür maßgeblichen Aspekte, die unternehmensspezifisch zu konfigurieren gilt: 1. die strukturellen und personellen Führungsaufgaben, welche die durch Führung zu schaffenden Rahmen- und Leistungsbedingungen aufzeigen; 2. die sich ergänzenden, an kontrollierter Selbstführung und bedarfsorientierter Intervention ansetzenden Führungsakteursrollen; 3. die den Kalender füllenden Regel- und Bedarfsroutinen (= Aktivitäten), in denen diese Aufgaben und Rollen umgesetzt werden. Diese drei zeitlosen und generalisierbaren Spezifikationen bieten die notwendige Orientierung für das individuelle und situative Führungsverhalten im Alltag. Mit ihnen wird der Führungsberuf wesentlich konkreter und umfassender beschrieben, als dies üblicherweise geschieht – und damit ähnlich präzise und prüfbar wie andere Produktionsabläufe. Am Stand bietet sich die Gelegenheit, sich zu informieren und mit dem Entwickler des Modells ins Gespräch über Anwendung, Führungsprobleme und Forschungsprojekte zu kommen.
